Citrix-Automatisierung: RPA & Virtualisierung – darauf sollten Sie achten

RPA wird häufig von Business-Seite vorangetrieben. Für eine erfolgreiche Umsetzung gibt es dennoch wichtige IT-Fragen wie: Setzt Ihre IT auf Virtualisierungslösungen wie Citrix XenApp? Ein virtualisiertes Programm ist nicht mehr auf dem PC installiert. Ein zentraler Server stellt es lediglich als Bild dem PC zur Verfügung. Dieser Ansatz ist ähnlich wie beim Streaming. Daher sollte Ihre RPA-Lösung über eine hochwertige Bild- und Zeichenerkennung (OCR) verfügen.

Virtualisierung betrifft nicht nur einzelne Programme. Die Technologie kann komplette Desktop-Oberflächen virtualisieren. Virtualisierung ist heutzutage ein gängiger Ansatz. Das zeigen die Zahlen des Marktführers Citrix : Mehr als 400.000 Organisationen weltweit, darunter 98 Prozent der Fortune-500-Unternehmen, setzen auf Citrix-Lösungen.

  1. Installieren Sie noch oder streamen Sie schon: Nutzt Ihr Unternehmen Virtualisierung?

Business- und Fachabteilungen sollten daher vor einem RPA-Projekt und vor der Entscheidung für ein RPA-Produkt mit ihrer IT-Abteilung sprechen: Setzt sie Virtualisierung ein? Und wenn ja, in welchem Umfang und mit welchem Anbieter?

Ein paar Beispiele, warum Virtualisierung für RPA eine Herausforderung sein kann:

  • Durch das „Streaming“ kann es zu längeren Ladezeiten kommen, bis die Software/ der Desktop verfügbar ist. Diese zeitliche Verzögerung kann dazu führen, dass die Automatisierung nicht korrekt ausgeführt wird. Zum Beispiel, weil Klicks oder Tastenschläge zu spät oder an der falschen Stelle abgesetzt werden.
  • Bei virtualisierten Desktops kommt es immer wieder zu leicht veränderten Grafik-Einstellungen. Das kann die Bildschirm-Auflösung oder Farbeinstellungen betreffen. Der RPA-Roboter erwartet jedoch immer dieselben Grafik-Einstellungen. Weichen die Einstellungen ab, bleibt die Automatisierung hängen.
  • Bei schwacher Server-Verbindung schaltet Citrix zur Performance-Optimierung auf einen anderen Darstellungsmodus um. Auch dieses Umschalten kann die Automatisierung stören.

Klären Sie zudem mit Ihrer IT, ob sich weitere technische Anforderungen ergeben, die Sie beachten sollten.

  1. Wie gut ist die Bild- und Zeichenerkennung Ihres RPA-Produkts?

Man unterscheidet die Bilderkennung und die Text- bzw. Zeichenerkennung (Optical Character Recognition, OCR). Einige Hersteller werben mit Geschwindigkeitsangaben wie schnell ihre Technologie Bilder oder Zeichen erkennt. Aber lassen Sie sich davon nicht täuschen. Diese Angaben hängen von der Größe des Bereichs bzw. der Textlänge ab: Je kleiner der Bildbereich bzw. je kürzer der Text, desto schneller. Viel wichtiger ist der Aspekt, wie gut und stabil Bilderkennung und OCR funktionieren.

Hinzu kommen bei der Texterkennung Aspekte wie der gleichzeitige Umgang mit verschiedenen Sprachen. Schreiben Sie Rechnungen beispielsweise in Englisch plus ein Begleitschreiben in einer anderen lokalen? Dann ist es vorteilhaft, wenn die OCR-Technologie bei der Automatisierung gleichzeitig verschiedene Schriftbilder erkennt und verarbeiten kann.

  1. Bedeutet Virtualisierung mehr Kosten? 

Für eine schwache Bilderkennungs- und OCR-Technologie stellt die Citrix-Virtualisierung sozusagen eine Black Box dar. Das hat zwei negative Konsequenzen:

  • Zum einen schränken Sie sich bzw. die Möglichkeiten Ihrer Prozessautomatisierung ein. Denn Sie können mit diesem Produkt keine Prozesse automatisieren, für die es eine Bild- oder Texterkennung braucht.
  • Zum anderen kann es teuer werden: Manche RPA-Anbieter behandeln Virtualisierung als aufwändigen Sonderfall. Das verzögert Projekte und führt zu einem hohen Mehraufwand samt Mehrkosten.

Holen Sie in solchen Fällen unbedingt Alternativangebote ein.

Erfahren Sie mehr über die „Intelligent Recognition“-Technologie von Servicetrace

Haben Sie sich schon über Sicherheit & Datenschutz bei RPA informiert?